Rotblühender Balsa Baum im Manu Nationalpark

Tropische Tieflandwälder

 

Amazonaswälder

Tropische Tieflandwäldern sind generell bekannt für ihren faszinierenen Artenreichtum und ein üppiges Wachstum. Häufig werden sie daher auch als die "grüne Hölle" bezeichnet. Ein Grund für die hohe biologische Vielfalt im Tiefland sind der nährstoffarme Boden und die klimatischen Bedingungen mit starken Regenfällen und geringen Temperaturänderungen im Jahresverlauf. Die Pflanzen und Tiere suchen jeder für sich standortgerechte Nischen aus, an denen sie die Nährstoffe bestmöglich nutzen können. Deshalb gibt es viele unterschiedliche Arten mit kleiner Individuenzahl. In nährstoffreichen Lebensräumen wie beispielsweise unsere Breiten dagegen verfügen einige wenige Arten über so viele Nährstoffe, dass sie die Spezialisten verdrängen.

Riesige Brettwurzeln stützen die Bäume im RegenwaldAllein aus der Krone eines einzigen Baumes im Regenwald bestimmten Insektenkundler 1200 verschiedene Käfer. Die einzelnen Tier- und Pflanzenarten sind stark miteinander vernetzt und voneinander abhängig, so dass durch den Ausfall einer Art ganze Lebensgemeinschaften empfindlich gestört werden können. Das ökologische Gleichgewicht in tropischen Wäldern ist weitaus empfindlicher als in europäischen Wäldern. Sind größere Urwaldgebiete erst einmal zerstört, ist eine Wiederaufforstung oft nicht möglich.