Terminatortechnik

Die sogenannte Terminatortechnik verändert Saatgut so, dass die Samen unfruchtbar bleiben und nicht zur Wiederaussaat verwendet werden können. Weitere Anwendungen beinhalten die Möglichkeit, dass extern angewendete chemische Substanzen, z.B. Herbizide, eine genetische Eigenschaft ein- oder ausschalten können. Das vorrangige Ziel dieser Anwendungen ist es, Samen steril zu machen und die Bauern zu zwingen, dass sie jedes Jahr neues Saatgut kaufen müssen. Eine andere Variante ist, dass die Pflanze nur erfolgreich angebaut werden kann, wenn ein bestimmtes Pflanzenschutzmittel oder ein bestimmter Dünger verwendet wird. Dies sichert und erhöht den Absatz der Konzerne und führt damit die Bauern in zunehmende Abhängigkeiten. Biologen befürchten, dass das Terminator-Gen auch auf andere Pflanzen überspringt und manche Wildpflanzen steril werden.

Das Patent für die Terminator Technologie ("Control of plant gene expression" US patent no. 5,723,765) wird gemeinsam von Delta & Pine (einer Monsanto-Tochter) und der USDA (US Department of Agriculture) gehalten und bezieht sich auf Pflanzen und Samen aller Arten, sowohl gentechnisch veränderte als auch konventionelle Sorten. Auf Druck der Öffentlichkeit verzichtete Monsanto im Herbst 1999 auf den Einsatz der Terminator Technik. Nachdem dies von Kritikern zunächst als Erfolg im Kampf gegen die Technologie gefeiert wurde, stellt sich nun heraus, dass die Forschung und die Bestrebungen zur Kommerzialisierung dieser Technik durchaus nicht aufgehört haben. Es wurden erneut zahlreiche Patente beim Europäischen Patentamt in München angemeldet.

Auch andere Firmen verfügen längst über eine ähnliche Technik und haben Patente darauf angemeldet wie beispielsweise Aventis. zurück