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zu Kräutern
Pastinake
Die Pastinake wurde in Deutschland
bereits im Mittelalter angebaut, doch als um 1700 die carotinhaltige Möhre
von Züchtern entwickelt wurde, verschwand das weit verbereitet Gemüse
weitgehend. Mittlerweile können Pastinaken auf Märkten oder
im Bioladen gekauft werden. Die Pastinake ist vitaminreich und gesünder
als die Möhre: sie ist nitratarm und enthält Roheiweiß,
Rohfaser, Vitamin C, Kalium und Calcium.
Anbau: Die Pastinake
wird von Mitte April bis Juni bei einem Reihenabstand von 35-40 cm in
flache Rillen 2-3 cm tief gesät, etwas mit Erde bedeckt und leicht
angedrückt. Es darf nur frisches Saatgut verwendet werden. Nach dem
Auflaufen wird die Pflanze auf etwa 15 cm Zwischenraum in der Reihe ausgedünnt.
Die Keimung verläuft meist langsam. Die Kultur selbst ist robust,
Krankheiten und Schädlinge treten kaum auf. Zwischendurch sollte
der Boden gelockert werden. Pastinaken benötigen nicht zu schwere
humusreiche Böden mit mittlerer Nähstoffversorgung. Die Pastinake
gehört zu der Familie der Doldenblütler und ist eine zweijährige
Pflanze.
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Rezept: Pastinakengemüse
mit Sesamkartoffeln (4 Personen)
700 g Pastinaken,
2 TL Mehl, 0,2 l Milch, frische Petersilie, 2 TL Gemüsebrühe,
Pfeffer
800 g Biokartoffeln,
50 g Sesam, Öl, Kräutersalz
Zubereitung: Pastinaken
schälen und in ein cm große Würfel schneiden, im
geschlossenen Topf in etwa 20 Minuten mit Gemüsebrühe
bei leichter Hitze garen, Mehl und Milch mit Schneebesen verrühren,
in Topf geben, aufkochen und rühren bis eine cremige
Sauce entsteht. Würzen und mit Petersilie garniert servieren,
dazu passen Sesamkartoffeln aus dem Backofen.
Kartoffeln gründlich
reinigen, trocken tupfen, nicht schälen, halbieren und
salzen, Backblech mit Sonneblumenöl ausfetten, Sesam darauf
streuen, die halbierten Kartoffelhälften mit der Schnittfläche
auf Backblech legen und bei 200 Grad im Backofen 40 Minuten backen.
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Schwarzwurzeln
Die frostharten, mehrjährigen langen und dünnen
Wurzeln haben einen feinen und nussigen Geschmack und werden auch als
Winterspargel bezeichnet.
Ursprünglich kommt das Wurzelgemüse aus Südeuropa und wird
erst seit der Neuzeit kultiviert. Die schwarzbraune
Rinde hat dem Gemüse den Namen gegeben. Das weißliche Fleisch
enthält Milchröhren, die einen klebrigen Milchsaft abgeben.
Deshalb ist es sinnvoll beim Schälen Handschuhe zu tragen. Die Wuzeln
gehören zur Familie der Korbblütler und enthält das Kohlenhydrat
Inulin, was für Diabetiker von Vorteil ist (siehe Topinambur).
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Rezept: Schwarzwurzeln
in Pfannkuchenteig mit Kräuterquark (4
Personen)
800 g Schwarzwurzeln,
200 g Weizen- oder Dinkel(vollkorn)mehl, 1 Tasse Minerlawasser (eventuell
etwas mehr), 2 Eier, Pfeffer, Salz und Muskat
Zubereitung:
Schwarzwurzeln schälen und in etwa 5cm lange Stängel schneiden,
im geschlossenen Topf in etwa 20 Minuten bei leichter Hitze
in Wasser garen, so dass sie beim reinstechen weich sind. In der
Zwischenzeit den Teig zubereiten, dazu die Eier mit Mineralwasser
vermischen, Mehl und Gewürze hinzugeben, so dass ein fester
Teig entsteht. Die Schwarzwurzeln in den Teig tunken und in einer
Pfanne in Öl ausbacken. Dazu passt Kräuterquark und ein
frischer Salat.
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Topinambur
Das winterharte Kollengemüse
hat je nach Sorte eine gelbe, braune oder rote Schale. Das Fleisch ist
weiß. Die Knolle erinnert an Ingwer und stammt usprünglich
aus Nordamerika. Um 1600 gelangte sie nach Europa und breitete sich in
Gärten al Nutzpflanze aus, teilweise wurde das Gemüse auch in
Frankreich auf dem Acker angebaut. Im Badischen brennt man noch heute
aus der Knolle ein Schnaps namens "Rossler". Topinambur gehört
zur Familie der Kobblütler (Compositae). Erntezeit
ist November aber auch später. Die Pflanze ist anspruchslos was Boden
und Temperatur betrifft. Sie enthält Wasser (75 -79%), Eiweiß
(2,4 %) und Kohlenhydrate (15,8 %). Außerdem speichert Topinambur
Inulin (nowendig für die herstellung von Fructose) in den Sprossknollen,
weshalb die Pflanze für Diabetiker geeignet ist. Sie werden wie Kartoffeln
zubereitet.
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Rezept: Topinambur
Suppe
(4 Personen)
800 g Topinambur, 2
Zwiebeln, 200 g Möhren, 200 g Lauch, 1 Würfel Gemüsebrühe,
Pfeffer und Muskat
Zubereitung:
Topinambur säubern und in 2 cm große Stücke schneiden,
Zweibeln schälen und fein hacken, Möhren waschen oder
schälen, in Scheiben und Lauch in Ringe schneiden. Zwiebel
ind Öl andünsten Gemüse und einen halben Liter Wasser
sowie Gemüsebrühe hinzugeben. Im geschlossenen Topf
in 15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen, noch einen halben Liter
hinzugeben. Mit
Gewürzen abschmecken. Je
nach Geschmack kann die Suppe auch püriert werden.
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Erdbeerspinat
Die Nutzung des Erdbeerspinats
währte wahrscheinlich nur kurze Zeit in der Renaissance (1500-1600)
und wurde wie die Gartenmelde vom Spinat verdrängt. Es gibt zwei
Arten: den Kopfblütigen (stammt aus Amerika) und den Echten (durchblätterten)
Erdbeerspinat, der im Süden Europas beheimatet ist. Der Erdbeerspinat
gehört zur Familie der Gänsefußgewächse. Die Früchte
(geschmacklos und voller Samen) und die Blätter sind essbar. Der
Kopfblütige ist meist ertragreicher und leichter zu ernten. Die einzelnen
Blätter müssen nicht gezupft werden.
Anbau: Die Aussaat
kann von April-August in einem Reihenabstand von 25 cm erfolgen. Die Entwicklung
bis zur Erntereife beträgt etwa 2 Monate. Erdbeerspinat gedeiht auf
vollbesonnten oder auch halbschattigen Plätzen im Garten. Er bleibt
mit einer Höhe von 25-30 cm sehr niedrig und benötigt keinen
weiteren Dünger. Die Pflanze ist anspruchslos. Die Früchte (geschmacklos
und voller Samen) und die Blätter sind essbar. Der Kopfblütige
ist meist ertragreicher und leichter zu ernten. Die einzelnen Blätter
müssen nicht gezupft werden.
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Rezept: Erdbeerspinatreis
(4 Personen)
Zutaten: 1 kg
frischer Erdbeerspinat, 1 Bund Frühlingszwiebeln, 5 EL Sonnenblumen-
oder Olivenöl, 1 Zwiebel, 140 g Vollkornreis, Salz, Pfeffer,
eventuell etwas Muskat, 2 TL Gemüsebrühe, 1 Zitrone
Zubereitung: Zwiebel
in Öl glasig dünsten, Reis hinzufügen und mit einem
halben Liter Wasser aufgießen, Gemüsebrühe hinzugeben,
auf niedriger Stufe etwa 40 min. köcheln lassen, eventuell
mehr Wasser hinzugeben;
Spinat gründlich
waschen, Stiele entfernen, Lauchzwiebeln säubern und in kleine
Ringe schneiden, diese in Öl andünsten, den Spinat und
etwas Wasser hinzufügen mit Pfeffer, Muskat und Salz
würzen, ca. 10- 15 Minuten dünsten.
Mit dem Reis und geviertelter
Zitrone servieren, je nach Geschmack Zitronensaft über das
Gericht träufeln.
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Gartenmelde
Die Gartenmelde kommt aus dem
Mittelmeerraum und wurde in Deutschland schon in der römischen Kaiserzeit
angebaut. Sie wurde vermutlich durch den Spinat verdrängt. Dabei
ist die einjährige Pflanze leichter zu ziehen als Spinat, hat aber
besonders in älteren Blättern einen strengeren Geschmack. Es
gibt grünblättrige, rotblättrige und gelbblättrige
Sorten, nur die Blätter werden verzehrt. Die Gartenmelde enthält
Proteine und Kohlenhydrate, die Mineralien Calcium und Eisen sowie Vitamin
C
(30 mg in 100 g Blätter).
Anbau: Die Gartenmelde
ist ein einjährig wachsendes Kraut, das zu den Gänsefußgewächsen
gehört und kann von März bis August ausgesät werden. Das
Auflaufen ist oft sehr unregelmäßig und zögerlich. Die
Melde hat nur eine kurze Entwicklungszeit und kann etwa 4 Wochen nach
Aufgang bereits für die Küche genutzt werden. Es empfehlen sich
mehrere Folgesaaten. Die Pflanzen müssen nach dem Aufgehen auf 40
cm Endabstand verzogen werden. Eine gute Methode ist, in 20 cm Reihenabstand
zu säen und jede 2. Reihe für die Küchennutzung zu entnehmen.
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Rezept: Gartenmelde-Quiche
(4 Personen)
Für den Teig:
200 g (Vollkorn-) Mehl, 150 g Quark, 1 Prise Salz, 5 EL Sonnenblumenöl,
2-3 EL Wasser
Zubereitung: Zutaten
mischen, Teig kneten; in eine Folie wickeln und eine halbe
Stunde kühl stellen.
Für die Füllung:
1 Zwiebel, 800 g Garten-melde, Sonnenblumenöl, 2 TL Gemüsebrühe,
Pfeffer, 1-2 Eier, 200 g Naturjoghurt oder Saure Sahne, 200
g Schafskäse oder würziger Hartkäse zum Reiben
Zubereitung: die
Zwiebel fein würfeln; Gartenmelde waschen, Blätter abzupfen
und fein hacken; die Zwiebelwürfel in Öl glasig dünsten;
die gehackte Gartenmelde und etwas Wasser hinzufügen, Melde
kurz dünsten und mit Gemüsebrühe, Paprika und Pfeffer
würzen; den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen
und in die gefettete Kuchen- oder Pieform legen. Eier verquirlen,
salzen, mit Joghurt oder Saurer Sahne mischen, unter das Gemüse
heben; die Mischung auf dem Teigboden verteilen, Käse über
der Quiche verteilen, auf der mittleren Schiene im Backofen bei
180 Grad 40 Min. backen.
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