Allgemeine Informationen über Peru
(Stichpunkte alphabetisch geordnet)

Analphabetenrate 5,5 Prozent der Männer sind Analphabeten, bei den Frauen ist der Anteil mit 17 Prozent wesentlich höher. Unter den bis 15-jährigen können rund ein Drittel nicht lesen und schreiben, ein Viertel aller Kinder geht trotz allgemeiner Schulpflicht nicht zur Schule. 
Arbeitslosigkeit Arbeitslosigkeit ist stärker als zuvor ein zentrales Problem der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Lediglich 15 Prozent der arbeitenden Bevölkerung kann Vollbeschäftigung vorweisen. Rund 80 Prozent der Erwerbsbevölkerung hat keinen festen Arbeitsplatz; sie sind unterbeschäftigt oder arbeitslos. Viele Arbeitskräfte finden auf dem informellen Sektor (Straßenhändler, Schmuggler und Cocaproduktion) ein kleines Auskommen. Die daraus abgeleiteten Schätzungen zu der Armut in Peru ergeben, dass etwa ein Fünftel der PeruanerInnen in extremer Armut (ca. 4,6 Millionen Menschen) und die Hälfte in Armut (ca.11,5 Millionen Menschen) leben. Absolut betrachtet leben die meisten Armen in den Randzonen Limas, die Mehrheit der extrem Armen sind in den ländlichen Gebieten der Sierra und der Selva zu finden. Da die Mehrheit der ländlichen Bevölkerung zur indigenen Bevölkerung zählt, korreliert extreme Armut in diesem Andenstaat sehr stark mit der ethnischen Herkunft
Bevölkerungs-struktur Mit 26,75 Millionen Einwohnern (2002) gehört Peru mit Brasilien, Kolumbien und Argentinien zu den bevölkerungsreichsten Ländern Lateinamerikas. Ein Viertel der 26,75 Millionen PeruanerInnen lebt in der Hauptstadt Lima. Insgesamt leben 72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung in urbanen Gebieten, 27,8 Prozent auf dem Land. Die Geburtenrate liegt bei 2,4 Prozent. Damit bringt eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich drei Kinder zur Welt. Etwa 34 Prozent der Bevölkerung ist unter 14 Jahre alt, lediglich 5 Prozent ist älter als 65 Jahre. Die Lebenserwartung bei Frauen liegt bei 71,6 Jahren, die der Männer liegt bei 66,6 Jahren. Es bestehen jedoch starke Schwankungen zwischen den Lebenserwartungen der Land- und der Stadtbevölkerung, was vor allem durch die schlechte wirtschaftliche Situation der Landbevölkerung und der damit verbundenen schlechteren Ernährung erklärt werden kann. Die Bevölkerungsstruktur weist einen Anteil von 52 Prozent Indígena (Quechua, Aymará), 32 Prozent Mestizen, 12 Prozent Weiße und 2 Prozent Tieflandindianer auf. Im Durchschnitt leben auf einem qkm 20,3 Einwohner. (in der BRD: 223 Einwohner pro qkm), dabei haben sich im Küstengebiet etwa 50 Prozent der Bevölkerung (45 Einwohner pro qkm) niedergelassen. Im Amazonasgebiet leben auf 60 Prozent der Gesamtfläche des Andenstaates 2 Einwohner pro qkm. 
Bildung Trotz allgemeiner Schulpflicht gehen ein Drittel der Kinder nicht zur Schule. 
Hauptstadt Lima, die "Stadt der Könige" wurde am 18.Januar 1535 vom spanischen Eroberer Francisco Pizarro gegründet. Mit 8 Millionen Einwohnern ist sie heute die größte Stadt des Landes.
Industrie Wichtigste Industriezweige sind Bergbau (Metalle), Öl, Fisch, Textilien, Kleidung, Nahrungsmittel, Zement, Autozubehör, Stahl, Schiffsbau, Metallverarbeitung.
Lage Geographische Lage: 69º W - 81º W / 0º S - 18º S;
Im Norden grenzt das Land an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien und im Süden an Chile. Im Westen wird das Land durch die 3080 km lange Pazifikküste begrenzt.
Landesfläche Das Staatsgebiet umfasst 1,29 Mio. qkm (Weltrang 19) und ist damit ungefähr viermal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Peru ist flächenmäßig der größte unter den Andenstaaten.. Etwa die Hälfte ist bewaldet. Die höchste Erhebung in Peru ist der Nevado Huascaran mit 6768 m.
Landwirtschaft Wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Kaffee, Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Weizen, Kartoffeln, Koka, Geflügel, Rinder, Milchprodukte, Wolle, Fisch
Mindestlohn 130 US-Dollar im Monat
Mitgliedschaft
in internationalen Organisationen

* Vereinte Nationen und Sonderorganisationen Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS)
* Andengemeinschaft (AG) (Comunidad Andina) - Peru ist bis zum Jahre 2005 noch nicht in die AG-Freihandelszone integriert.
* Rio-Gruppe
* Lateinamerikanische Energieorganisation (OLADE)
* Asociación Latinoamericana de Integración (ALADI)
* Area de Libre Comercio Americana en el 2005 (ALCA)
* Comisión Permanente del Pacífico Sur (CPPS)
* Lateinamerikanisches Parlament Gruppe der 15 (inzwischen 16 größere Schwellen- und Entwicklungsländer)
* Konferenz der Blockfreien Staaten Asia Pacific Economic Cooperation (APEC)

Natürliche
Bedrohungen
Erdbeben, Überflutung, Erdrutsche, leichte vulkanische Tätigkeiten
Religion Völlige Glaubensfreiheit besteht in Peru erst seit 1973. 95 Prozent der Gesamtbevölkerung ist römisch-katholisch, allerdings wurden im Laufe der Zeit viele traditionelle Glaubensgewohnheiten mit dem Christentum vermischt. 
Sprachen Offizielle Landessprachen sind Spanisch (88 Prozent) und Quechua (27 Prozent). Die Indígena lassen nach Sprachen hauptsächlich in zwei Gruppen unterteilen: Rund 47 Prozent der indigenen Bevölkerung spricht Quechua. Regional betrachtet konzentriert sich die von den Inkas stammende Sprache in den Gebieten um Cusco und Ayacucho. Weitere 5 Prozent sprechen Aymará und leben heute hauptsächlich in der peruaniscehn Uferregion des Titicacasee und in Bolivien.
Staatsoberhaupt Präsident: Dr. Alejandro Toledo, Partei: Perú Posible
(Amtsantritt: 28.07.2001, Amtszeit 5 Jahre, Wiederwahl nicht möglich)
Regierungschef: Dr. Roberto Daniño, Partei: Perú Posible
Staatsform Präsidialrepublik (neue Verfassung am 31.12.93 in Kraft getreten)
Umweltprobleme Entwaldung, Bodenerosion durch Überweidung an den Hängen der Costa und Sierra, Verwüstung, Verschmutzung von Flüssen und Küstengewässern, Luftverschmutzung in Lima
Unabhängigkeit 28. Juli 1821
Verwaltungs-
struktur
Elf Regionen, 24 Departements, 148 Provinzen & Lima/Callao, Dezentralisierung ist Priorität der peruanischen Regierung
Vorwahl +591
Währung 1 Neuer Sol (S/.) = 100 Céntimos
Wechselkurs 1 EUR = 3,15 PEN; 1 PEN = 0,316 EUR (01.03.2002)
Weltkulturerbe Stadt Cusco; Ruinenstadt Machu Piccu; Ruinenstadt Chavin; Ruinenstadt Huascaran; Nationalpark Manu; Ruinenstadt Chan Chan; Nationalpark Rio Abiseo mit archäologischem Park; Altstadt von Lima mit Franziskanerkloster; Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampas de Jumana
Wirtschaft

Im Jahr 2000 betrug das Bruttoinlandsprodukt etwa USD 54 Milliarden. Pro Kopf macht das ein Bip von 2000 US Dollar. Wichtigste Exportgüter sind Fisch und Fischprodukte, Kupfer, Zink, Gold, Rohöl, Blei, Kaffee, Zucker, Baumwolle

Zeitdifferenz zur MEZ im Sommer: -7 Stunden, im Winter: -6 Stunden

Stand: Mai 2002
Quellen: CIA (2001) The World Fact Book - Ecuador; Spiegel (2002) Almanach 2002