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Pflanzenwelt
im Park
Für
Pflanzenliebhaber bietet der Park eine Fülle an Farben und Formen
- nicht umsonst wird der Park auch der „Botanische Garten Ecuadors"
genannt. Ein dänisches Forschungsteam der Universität Aarhus
präsentierte 1993 eine Liste mit über 1400 erfassten Pflanzenarten.
Neuere Ergebnisse des deutschen DFG
Projekts ergeben, dass der Park jedoch ungefähr das dreifache
an Arten beherbergt. Auf der kleinen Fläche von 146.000 Hektar
finden sich also mehr Pflanzenarten (ca. 4000) als in ganz Deutschland
(ca. 3300). Besonders die Familie der Orchideen beeindruckt mit ihrer
Artenvielfalt. Allein auf dem Stationsgelände der ECSF, das am nördlichen
Rande des Podocarpus Parks liegt, haben ForscherInnen 1000 Orchideenarten
unterschieden. Aufmerksame Beobachter können von winzig kleinen,
epiphytisch an Baumstämmen wachsenden Orchideen, bis hin zu 1,50
m großen Arten mit auffällig bunten Blüten sehen.
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Die
Bergwälder setzen sich vor allem aus Vertretern typisch tropischer
Pflanzenfamilien wie Melastomataceae oder Rubiaceae zusammen. Häufig
findet man aber auch uns wohl bekannte Familien wie Erica-Gewächse,
Korbblütler oder Labkrautgewächse, die in Ecuador jedoch nicht
mit den gewohnten kleinwüchsigen Arten unserer heimischen Flora,
sondern mit großen Bäumen oder Sträuchern vertreten sind.
Der Name des Park stammt von der Steineibe (Podocarpus),
dem einzig einheimischen Nadelbaum Ecuadors, der im Park noch häufig
anzutreffen ist. Wichtig ist auch der sogenannte „Chinarindenbaum"
(Chinchona, Rubiaceae), dessen Rinde Chinin enthält. Die
hohe Nachfrage nach dem Heilmittel gegen Malaria hat die „Cascarillas"
(einheimischer Name) ausserhalb des Parks stark dezimiert. Seit der chemischen
Herstellung von Chinin Anfang dieses Jahrhunderts hat der Baum zwar seine
wirtschaftliche Bedeutung für Ecuador verloren, wird aber nach wie
vor von der einheimischen Bevölkerung geschlagen
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