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Von Stürmen bedroht.... RICANCIE entwickelt sich Schritt für Schritt. Der Weg ist sehr steinig und es kostet viel Einsatz und Kraft die Ziele zu verwirklichen. Die ersten Jahre gab es keine rechtliche Verankerung eines "gemeinschaftlichen Ökotourismus" im Tourismusgesetz Ecuadors. Die lokalen Reisführer wurden nicht als solche anerkannt, da das indigene Wissen nicht entsprechend gewertet wurde. Erdöl- und Goldgesellschaften lockten die Leute mit kurzfristigem Geldsegen, wenn sie ihr Land verkaufen würden. In den Gemeinden kam es zu Spannungen aufgrund von Missverständnissen zwischen Touristen und Einheimischen, und aufgrund einer ungleichen Aufteilung der Touristen auf die Gemeinden. ....zum Ernten der Früchte Probleme können aber auch stärken, wenn der Wille da ist sie zu lösen. Die Regierung erkennt heute den Wert solcher gemeinschaftlicher Ökotourismusprojekte, auch wenn eine rechtliche Absicherung in gewissen Punkten wie z. B. dem Eigentum geistigen Wissens, noch notwendig ist. Die lokalen Führer werden mit Unterstützung lokaler und internationaler NGOs geschult, aber auch ihr indigenes Wissen wird anerkannt. Es wird versucht, die ungleiche Aufteilung der Touristen auf die Gemeinden durch das Anbieten von Touren in verschiedenen Gemeinden auszugleichen. Alle Vorgänge werden im Koordinierungsbüro in Tena genau dokumentiert und erfasst. Um kulturelle Missverständnisse zwischen den Quichua und den Touristen im vorhinein zu vermeiden, stellten die Quichua entsprechende "Verhaltensregeln" auf. Diese verändern sich mit der Zeit und werden an die neuen Werte und Gegebenheiten angepasst, so wie auch jede Kultur sich verändert und weiterentwickelt. Neben diesen Regeln liegt es an den Reiseführern vermittelnd zu lenken, um kulturelle Missverständnissen zu vermeiden. Dies erfordert oft sehr viel Fingerspitzengefühl und setzt soziale Fähigkeiten voraus. Die involvierten NGOs bieten Ausbildungskurse für die Reiseführer an, um ihnen den Umgang mit den Touristen zu erleichtern. Heute ist RICANCIE gut organisiert. Alle Entscheidungen werden an der Basis getroffen und von den Dorfbewohnern gemeinsam getragen. Sie bestimmen wie die Entwicklung verläuft, und werden dabei unterstützend beraten von externen Beratern. Sie haben sich über viele Jahre hinweg das Recht erkämpft, legal "gemeinschaftlichen Ökotourismus" betreiben, und so gegen den Massentourismus wirken zu dürfen. Sie haben es geschafft die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich zu lenken und zu betonen, wie wichtig die Selbstbestimmung über die Nutzung Ihres Landes ist, um eindringende Erdöl-, Holz-, Goldgesellschaften zu stoppen. Nun kämpfen sie gegen die Biopiraterie, weil sie erkannt haben dass ihr Wissen von großen Firmen häufig schamlos ausgenutzt und vermarktet wird. Im Jahr 2000 konnte sich RICANCIE im Rahmen des Programms "Projekte aus aller Welt" auf der EXPO2000 präsentieren und wurde von vielen Wissenschaftlern als eines der "nachhaltigsten" Ökotourismusprojekte beschrieben. Der Bekanntheitsgrad wächst. RICANCIE nutzt dies um als Multiplikator seine Erfahrungen national wie international an Gemeinden weiterzugeben, die ebenfalls den Tourismus als alternative Einkommensquelle nutzen und aus bereits gemachten Fehler lernen wollen. |